ennoinchina
Sonntag, 11. Juli 2010
Es geht voran
Ich bin jetzt schon oft mit dem Taxi durch die Stadt gefahren, da es so am einfachsten und günstigsten funktioniert, und muss sagen, dass hier alles gleich aussieht. Aufgrund der Schriftzeichen bin ich hier zu einem Analphabeten geworden, was der Orientierung nicht gerade dienlich ist.
Zudem muss ich gestehen, dass die Stadt sehr hässlich ist. Grau in grau und viele heruntergekommene, dreckige Gebäude. Hohe Hausblöcke und viele Baustellen, sowie viel Verkehr, durch den ich auch noch nicht so ganz durchgestiegen bin. Jeder fährt wie er will, ohne Beachtung von Fahrstreifen oder, vielleicht noch nicht einmal vorhandenen, Verkehrsregeln. Bei vielen Bussen kann man, beim Anfahren, auch gleich eine große, schwarze Rauchwolke aufsteigen sehen.
Komischerweise liegt aber auch nicht so viel Müll auf den Straßen, da es genug Chinesen gibt, die man mit Besen bewaffnet die Straßen für einen Hungerlohn fegen lässt.

Beim Einkaufen gestern ist mir auch aufgefallen, dass die Preise von originalen Klamotten und Schuhen, hier wieder erwarten fast gleich zu denen in Deutschland sind. Auch elektronische Geräte sind hier nicht wirklich günstiger. Das hängt meist damit zusammen, da solche Sachen sowieso von Leuten gekauft werden die ein hohes Einkommen haben und man so den globalen Preis ansetzten kann. Gar nicht doof, aber auch etwas ärgerlich, wenn man weiß, dass die Sachen für ein Zehntel im selben Land produziert werden.
Die Arbeit wird auch immer interessanter! Da wir gerade aufgrund eines Umbaus einen Produktionsstop hatten, habe ich mich schon mal ausgiebig mit den Anlagen, welche ich später einmal betreuen werde, vertraut gemacht. Außerdem habe ich vom obersten Anlagenerrichter, "der König", wie er genannt wird, eine ausgiebige Führung durch den Karosseriebau bekommen. Er hat den Maschinenpark mit allen Einzelteilen mit entworfen, aufgebaut und eingerichtet und mir gleich für drei Stunden ausführlich jede Kleinigkeit und jeden Vorgang detailliert beschrieben. Höchst interessant. Kann es kaum erwarten mehr über meine Anlage zu erfahren und bis zum kleinsten Prozess alles kennenzuleren.

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Donnerstag, 8. Juli 2010
Fortschritte
Das mit dem Einleben klappt schon ganz gut, habe mitlerweile viele, vor allem chinesische Kollegen kennengelernt. Die Verständigung geht sehr schleppend voran, da die gebrochen oder gar kein Englisch sprechen. Trotzdem sind sie sehr nett und bemüht sich zu verständigen, mich auszufragen und neugierig auf jede Kleinigkeit.
Habe heute auch herausgefunden, welche Anlage ich demnächst betreuen soll. Und zwar ist es logischerweise die Selbe, bei der ich zum Teile einlegen eingesetzt war. Ja genau, WAR! Sie wird nämlich z.Z. umgebaut, woran ich natürlich beteiligt bin, und da habe ich mir gleich mal die Steuerungen, die Steuerungsprogramme, die Robotter und deren Greifer und Schweißzangen, sowie die Bedienungspanel angeguckt. Höchst interessant das Ganze!
Habe mir auch einen Taxiguide für die wichtigsten Orte der Stadt besorgt und dazu eine universale Speisekarte mit Deutsch - Chinesisch. Einfach vorzeigen was man haben möchte und fertig. Oder man schaut sich bei den anderen Tischen um und zeigt mit dem Finger auf das Gericht welches man haben möchte. Verhungern werde ich also nicht.

@Steifi:
Frühstück klappt auch super, Trinkjoghurt, "Breakfast biscuits" mit Apfel, Banane oder Pfirsich! Aber Danke für deine Unterstützung, da fühle ich mich gleich viel wohler hier drüben, wenn ich weiß, dass DU mir auf ewig hilfst!

@Düdü
Ich habe es leider noch nicht geschafft mir Batterien für meine etwas veraltete Kamera zu besorgen, aber sobald die eingetroffen sind, mach ich dir ein paar schöne Fotos!

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Dienstag, 6. Juli 2010
Die ersten (Arbeits-) Tage
Hatte gestern meine Arbeitseinführung und muss sagen es läuft alles sehr gut. Mir wurde gleich mitgeteilt, dass ich die ersten Wochen in der Produktion eingesetzt werde, um diverse Abläufe und Kollegen kennenzulernen, und mich an die neue Arbeit zu gewöhnen. Bei uns im Karosseriebau heißt das nun: Teile einlegen, einspannen und Knopf drücken. Ziemlich stupide eigentlich, aber es ist schon spannend, den Schweißrobottern zuzusehen und sich mit den Chinesen (eher schlecht als recht) und den Jungs vom Anlagenbau, die für die momentane einrichtung der Maschinen zuständig sind, zu unterhalten. Zu Mittag gehen wir gemeinsam für 1 - 2 Euro/Person richtig ausgiebig Essen. Das Restaurant ist zwar sehr notdürftig und man sollte vorher alles mit einer Serviertte abwischen, doch muss ich sagen, dass es hervorraGUT schmeckt. GUTastisch!
Leider gibt es, da alles noch im Aufbau ist, nicht immer viel zu tun, es müssen nicht viele Teile produziert werden und dadurch zieht es sich immer ganz gut bis zum Feierabend, aber trotzdem macht es Spaß und ich habe meine Entscheidung noch nicht bereut!
Meine Mitbewohner, Alexandra und Mathias, sind genau mein Kaliber, wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und wenn das so weiter geht, bin ich mir sicher, dass wir eine super Zeit miteinander haben werden. Und auch mit den anderen Kollegen komme ich super aus, zwar bin ich des Bayrischen noch nicht so mächtig, aber mit der Zeit sind auch diese Sprachbarrieren überwunden. Erst Bayrisch, dann Chinesisch.
Einkaufen ist hier allerdings etwas schwieriger, es gibt keine gewohnten Produkte und nichts auf den Packungen kann man lesen, bzw. von außen erkennen was es ist. Ich wollte mir z.B. für's Frühstück Müsli oder so etwas kaufen und habe nichts gefunden, was dem auch nur ähnlich kommt. Am Ende kaufte ich mir Volkornkekse und eine Art süßen Joghurt-Milchdrink!? Auf dem Markt um die Ecke, auf den ich glücklicherweise aufmerksam geworden bin, gab es noch frische Äpfel, Bananen, Mandarienen und Pfirsiche, die ich mir dazuschneiden kann und fertig ist ein super Frühstück! Man muss sich eben nur zu helfen wissen.

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Freitag, 2. Juli 2010
Ankunft
Ich bin gut in Shenyang angekommen! Der Flug war völlig in Ordnung, konnte genug schlafen, da ich mir direkt einen Platz am Notausgang mit viel Beinfreiheit aussuchte. Das Wetter hier ist sehr schwül, da es hier in letzter Zeit viel geregnet hat und, so wie in Deutschland, um die dreißig Grad sind.
Die Wohnung ist super geräumig und cool eingerichtet, der Fußboden ist aus dunklem Holz, genau wie die Möbel meines Zimmers. Es gibt ein Bad mit Badewanne und eine Wohnküche, Bilder folgen in ein paar Tagen...
Werde mich ab heute also hier einleben und weiterhin berichten wie es mir so geht.
Und nochmals vielen Dank an alle die mich zum Flughafen gebracht haben, mich umarmten und mit mir zusammen weinten. Es war ein grandioser Abschied aus Deutschland!
Wundert euch bitte nicht über meine Skypeabwesenheit, werde mich erstmal einleben und Eindrücke sammeln, bevor ich mit jemandem in Kontakt trete!

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Dienstag, 22. Juni 2010
Vorbereitungen
Momentan bereite ich mich intensiv, also gar nicht, auf meinen Umzug vor. Gehe morgen gleich los, Kartons kaufen und bereite schon mal alles vor für Freitag, wenn ich meinen kompletten Wohnungsstand auflöse und zu meinem Vater bringe.
Am Di. 29.06. ist meine Abschlussprüfung, bei der sich auch entgültig herausstellt, ob Dirk mitkommt oder nicht. Immerhin kann er immernoch mit geringer Wahrscheinlichkeit durchfallen.
Mittwoch ist ein Frühstück mit den Meistern angesetzt, die Übergabe alle nötigen Unterlagen und Zeugnisse und die letzte Abrechnung meiner Ausbildung.
Mein Flug geht am Donnerstag gen Shenyang.

Hoch oben, über den Dächern von Berlin, bereit zum Abflug nach China

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Letzte Aktualisierung: 2011.03.17, 14:01
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Super-Hyper-Mega-GAU...
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by bizzdennjo (2011.03.16, 02:22)
Zu Spät
Schade der Link ist schon offline!
by dorothe (2010.11.03, 21:36)
unglaublich aber sieht...
unglaublich aber sieht sehr effektiv aus, ich werde...
by gerbln (2010.10.27, 13:55)

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