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Dienstag, 21. September 2010
Trip nach Dalien
bizzdennjo, 20:50h
Wie sicher schon jedem aufgefallen ist, werden die Blogeinträge immer weniger! Das hat zum Einen damit zu tun, dass sich hier mein Alltag eingestellt hat, der nicht viel für spannende Berichte übrig lässt und zum Anderen die Lust schwindet, zumal ich hier auch viel um die Ohren habe.
Einhergehend mit meinem Umzug, bin ich in einem Partypfuhl von Studenten gelandet, welcher jeden Tag Neues und Spannendes hervorbringt. Bei achtzehn jungen Leuten, die alle auf sechs Wohnungen verteilt sind, muss man gegenseitig aufeinander aufpassen, dass einem nicht langweilig wird. Also verabredet man sich oft zum Essen, Feiern, KTV (Chinesisches Karaoke!), Quatschen, Kaffee trinken, Einkaufen und Reisen durch das Land. Und da wären wir auch schon bei meinem ersten Thema, mein Wochenendtrip nach Dalien! Ich habe dort meinen alten Kollegen Andy, den Chinesen mit Niklas zusammen besucht, da er dort studiert. Er hat uns das Hotel organisiert und uns auch die Stadt, inklusive dazugehörigem Strand und Promenade gezeigt. Dalien ist nämlich eine kleine Studentenstadt an der nordöstlichen Küste von China, mit gerade mal sechs millionen Einwohnern. Sie ist sehr gepflegt, sauber und nicht so vollgepflastert mit hohen Häusern wie Shenyang. Es war echt toll, mal rauszukommen, aus dieser doch sehr staubigen Industriestadt. Hier ein kleines Foto, welches von dem höchsten Gebäude, einer chinesischen Bank gemacht wurde, bei dem wir in den fünfzigsten Stock fuhren und von einem der Mitarbeiter eine kleine Tour durch die verlassenen Büroräume erhielten um einen guten Rundumblick zu erhaschen. ![]() Am ersten Tag waren wir zwar am Strand, dessen Beschaffenheit aber nicht gerade zum Schwimmen einlud, wie man auf dem Foto erkennen kann, weshalb wir uns dazu entschieden haben, lieber auf dem Wasser zu bleiben und eine kleine Speedboottour zu unternehmen. ![]() Diese bestand aus einem Hochgeschwindigkeitserlebnis der besonders kurzen Art. Denn anstatt der versprochenen fünfzehn Minuten, kamen wir gerade mal auf zehn, bei der wir fünf Minuten anhielten, damit uns der Bootsführer seine Teleskopangel vorführen konnte. So sparte er Sprit und hat sich sogleich sein Abendessen gefangen, was anscheinend alle anderen, chinesischen Nutznießer dieses Freizeitangebots sehr beeindrucken muss. Beim weiteren Umschauen ist mir übrigens dieses äußerst typische Bike aufgefallen! ![]() Je pompöser das Gefährt erscheint, desto höher das Ansehen. Anscheinend. Keine Ahnung, mir völlig unverständlich! ![]() Abends noch etwas leckeres, unidentifizierbares an den unzähligen Außenständen essen und auf in die chinesische Clubscene, die bei Zeiten einen eigenen Blogeintrag verdient. Am zweiten Tag machten wir eine kleine Radtour entlang der Promenade, welche ausgestattet war mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, unter anderem auch die Fußabdrücke von diversen Einwohnern aus Dalien, seit hundert Jahren. Darunter befanden sich auch einige wenige Abdrücke von Frauen, deren Füße früher gebrochen und zusammengebunden wurden, da kleine Füße als Schönheitsideal galten. ![]() Man kann genau sehen, dass sich hieraus ein Klumpfuß bildete bei dem das Körpergewicht auf der Ferse lag. Anschließend fuhren wir zu Andys Campus, den er uns voller Stolz präsentierte, da es angeblich die zweitbeste Uni in ganz China ist und deswegen Kim Jong Il, der Nordkoreanische Diktator im September zu Besuch kommt um eine Rede zu halten. Fragt nicht! Kein Kommentar von meiner Seite! Als wir ankamen staunten wir auch nicht schlecht, als wir viele Absperrungen ausfindig machten und in blauen Camouflage gehüllte junge Leute entdeckten, die über das Universitätsgelände marschierten. Entgegen unserer Annahme, es wären Sicherheitsleute, die den Sicherheitsstandard hoch hielten, um irgendeine Veranstaltung auf politischem Niveau zu schützen, waren es einfach nur die neuen Erstsemesterstudenten. Jeder Student hier in China muss im ersten Monat seines Studiums das Marschieren in der Gruppe lernen, erfährt körperliche Züchtigung in Form von kleinem Kampftraining und lernt somit ein Autoritäts- und Zusammengehörigkeitsgefühl. Jeden Tag finden hier kleine Militärparaden statt bei der wir Zeuge wurden, wie tausend neue Studenten zu je fünfzig Mann vor einer großen Mao Zedong Statue entlang gingen. ![]() Es ist schon erstaunlich, was man so alles kennenlernt, wenn man einen Einheimischen an seiner Seite hat, der einem alles ein wenig zeigt und erklären kann. Die Zugtickets 1. Klasse, für eine vier Stunden Fahrt haben übrigens nur 20 Euro gekostet. Und zum Schluss noch einige Fotos von meinem Aufenthalt im ExpoFunPark von Shenyang. Besonders das Buggy fahren hat besonders Spaß gemacht. ![]() ![]() ![]() ... comment |
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Letzte Aktualisierung: 2011.03.17, 14:01 status
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Da die Postkarte der ach so lieben Dorothe nicht angekommen... by bizzdennjo (2011.03.16, 02:25) Super-Hyper-Mega-GAU...
Um mal ein kleines Statement meinerseits abzugeben,... by bizzdennjo (2011.03.16, 02:22) unglaublich aber sieht...
unglaublich aber sieht sehr effektiv aus, ich werde... by gerbln (2010.10.27, 13:55) |
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